Heute will ich einmal über ein PC-Spiel schreiben das vielleicht nicht von allen Menschen als gut oder anständig empfunden wird. Es geht um den 2.Weltkriegs-Shooter Call of Duty. Was ich von dem Spiel halte, wie es mir gefallen hat und was ich zu diesem Spiel noch zu sagen habe, will ich euch einmal berichten.
+Allgemeines+
In Call of Duty kämpfen sie mit Amerikanern, Briten und Russen gegen die Nazis zur Zeit des zweiten Weltkrieges. Sie spielen mehrere Ereignisse nach und befreien Deutschland auch schließlich aus der Hand der Nazis. Geprägt wird das Spiel von vielen Schießereien und geschickten taktischen Manövern. Insgesamt bekommt man wirklich Gänsehaut, während man dieses Spiel spielt.
+Story+
Call of Duty kommt im gesamten Spiel eigentlich fast ohne Story aus, die Story besteht lediglich darinnen den zweiten Weltkrieg “nachzuspielen”. Hierbei erledigt man erst ein paar Missionen bei den Amerikanern, dann bei den Briten und schließlich bei den Russen. Das reicht meiner Meinung auch als Story völlig aus, allerdings sind die Übergänge kaum zu erkennen. Ich habe es erst gar nicht gemerkt als ich statt Amerikaner auf einmal Brite war. Das finde ich eigentlich ein wenig schade, weil das Spiel somit eigentlich aus drei Teilstücken ohne richtigen Übergang besteht. Natürlich spielt man nämlich auch insgesamt drei verschiedene Soldaten (Private Martin, Sergeant Evans, Alexei Ivanovich).
+Missionen+
Wie die Mission auch lautet, alle Missionen in Call of Duty sind sehr riskant und auch einigermaßen schwierig. Die meisten Mission bestreiten sie zusammen mit anderen Soldaten oder in kleinen Teams a vier Mann. In einzelnen Fällen muss man aber auch ganz alleine einen Staudamm sabotieren oder als letzter verbliebener Soldat einen General befreien. Die Missionen sind sehr abwechslungsreich und gehen von Verteidigung einer Stadt, über das Infiltrieren eines Staudamms, bis hin zur Gefangenenbefreiung. Insgesamt spielt man 6 Missionen als Amerikaner, weiter 6 als Brite und 9 als Russe. Dazu kommen noch 3 Einsätze als alliierte Truppen zum Schluss. Trotz dieser recht vielen Missionen hat man Call of Duty leider recht schnell durchgespielt.
+Grafik und Sound+
Ein PC-Spiel zeichnet sich natürlich auch dadurch aus, wie glaubwürdig es auf den Betrachter wirkt. Dabei sind die Grafik und der Sound sehr wichtige Elemente. Die Grafik von Call of Duty basiert auf der schon etwas älteren Quake3-Engine, ist aber grafisch im Moment kaum von anderen Spielen zu übertreffen. Alle Darstellungen sind so detailliert das es wirklich wie echt wirkt. Dazu kommt dann noch ein perfekter Sound der für große Spannung und Schreckensmomente sorgt. Zum Beispielt wenn ein Bomber eine Bombe abwirft und sie das leise Geräusch hören und nicht wissen wo diese Bombe einschlägt. Das bekommt man teilweise echt “Schiss”. Für diesen Bereich kann ich nur sagen, dass er einfach perfekt umgesetzt ist und ich nichts zu bemängeln habe.
+Waffen+
In Call of Duty sind viele Waffen aus der damaligen Zeit nachgebildet und perfekt in Grafik und Ton umgesetzt. Es gibt spezielle Typen die nur die Nazis oder zum Beispiel nur die Briten benutzen. Nebenbei können sie immer Waffen von Toten aufnehmen und sie gegen die eigenen tauschen. Im Folgenden möchte ich einmal die Waffen des Spiels aufzählen und auch etwas genauer beschreiben.
Amerikaner:
M1A1 Carabine, M1 Garand, Thompson, Browning, Springfiel M1903
Von der Anzahl der Waffen haben die Amerikaner die Nase klar vorn und wie ich finde sind auch ein paar ganz nette Waffen dabei. Am meisten arbeitet man während seiner Zeit als Amerikaner mit der Thompson, einer Schnellfeuerwaffe, die sich aber nicht besonders gut für genaue Schüsse eignet.
Engländer:
Bren, Sten Mark II, Lee-Enfield
Die Briten haben drei eigene Waffen. Was ich ein bisschen schade finde ist, das man schon ab hier die Waffen der Amerikaner überhaupt nicht mehr zu sehen bekommt, da man ja immer gegen Nazis kämpft und die amerikanischen Missionen ja schon vorbei sind.
Russen:
Mosin-Nagant, PPSh41
Zu den Waffen der Russen kann ich eher weniger sagen, da ich sie noch nicht solange benutzt habe.
Nazis:
MP40, MP44 und Kar98k
Die Waffen mit denen man fast am meisten kämpft gehören, ironischer Weise, den Nazis. Mit der MP 40 bzw. 44 hat man zwei gute Schnellfeuerwaffen, die sich gut gegen viele Gegner eignen und die Kar98k ist ein perfektes Schussgewehr, das die Gegner bei einem guten Treffer tötet.
+Schwierigkeitsgrad+
Mir bleibt noch kurz zu erwähnen, das Call of Duty in vier verschiedenen Schwierigkeitsgraden spielbar ist. Der leichteste Grad, sorgt dafür, dass auch Anfänger und Genre-Neulinge das Spiel durch spielen können und der höchste Grad verspricht selbst eine Herausforderung für echte Profis. Die Schwierigkeit unterscheidet sich vor allen Dingen in der Anzahl der Gegner und teilweise auch der Medi-Packs.
+Warum Call of Duty nichts Schlimmes ist+
In der Presse werden ja, spätestens nach dem Vorfall in Erfurt, alle Shooter sehr kritisiert und teilweise missachtet. Manche meinen sogar das Call of Duty noch eine Stufe schlimmer wäre. Diesen Meinungen kann ich eigentlich nur wiedersprechen, weil ich mir einfach nicht denken kann, dass jemand nach dem Spielen von Call of Duty “Lust” auf Krieg hat. Er bewirkt das Spiel das Gegenteil und wirkt sehr abschreckend. Man merkt teilweise, was es für aussichtslose Situationen gibt und es ist einem natürlich bewusst das man im richtigen Leben nicht einfach auf “Neu Laden” klicken kann. Kleiner Kritikpunkt an dieser Stelle: Ihr Charakter äußert sich nicht über tote Kameraden sondern nimmt diese ohne Worte hin.
+Deutsche/Englische Version+
Während meiner bisherigen Erfahrung mit dem Spiel habe ich sowohl die deutsche, wie die englische Version gespielt und habe doch erhebliche Unterschiede gefunden. Am ehesten zu Erwähnen finde ich die Darstellung von Hakenkreuzen. Während in der deutschen Version jede Form von diesen verboten ist, was ich auch völlig richtig finde, gibt es in der englischen Version tausende dieser Hakenkreuze. Die Zensur in der deutschen Version ist schon deshalb richtig, weil auch Minderjährige an dieses Spiel geraten können und nur falsch beeinflusst werden. Allerdings sind mir die Hakenkreuze in der englischen Version noch rätselhafter. Kein Engländer weiß, dass es diese Kreuze in der deutschen Version nicht gibt und ohne weiteres Nachdenken, werden Deutsche als Nazis “abgestempelt” und es baut sich eine “gewisse Mauer” auf. Ich finde hier geht das Spiel ein wenig zu weit mit der Realität.
+Systemanforderungen+
3D-Hardwarebeschleunigerkarte benötigt- 100%
DirectX® 9.0b-kompatible 32-MB-Karte mit Hardware T&L und entsprechendem Treiber*
Pentium® III 600 MHz oder Athlon® 600 MHz
Prozessor für Windows® 98/98SE/ME-System
Pentium® III 700 MHz oder Athlon® 700 MHz
Prozessor für Windows® 2000/XP-System
Microsoft® Windows® 98/98SE/Me/2000/XP
128MB-RAM
8x CD-ROM-Laufwerk (Übertragungsrate mindestens 1200K/sek.) samt Treiber
1.4GB unkomprimierter Festplattenspeicher (plus 400MB für die Auslagerungsdatei bei Windows® 98/98SE/ME bzw.600MB bei Windows® 2000/XP)
100% DirectX® 9.0b-kompatible 16-Bit-Soundkarte samt Treiber
100% Windows® 98/98SE/Me/2000/XP-kompatible Maus und Tastatur samt Treiber
+Allgemeine Informationen+
Entwickler: Infinity Ward
Publisher: Activision
Homepage: www.callofduty.com
Genre: Egoshooter
Preis: ca. 45 Euro
USK: ab 18
+Meine Meinung+
Eins kann man Call of Duty auf jeden Fall nicht abstreiten, nämlich die Anerkennung das Activision hier mal wieder einen sehr guten Shooter entwickelt hat. Über den Hintergrund und die Story lässt sich streiten, aber wie ich schon sagte, mich stört es nicht. Ansonsten kann ich nur sagen, dass ich von Call of Duty positiv überrascht wurde. Wahrscheinlich ist das Wort “Spaß” zwar der falsche Ausdruck auf Grund der Story, aber man kann schon sagen das Call of Duty sehr spannend ist. Schade, dass der Einzelspielermodus so kurz ist. Ich gebe trotz bzw. teilweise auch wegen allem 5 STERNE und eine EMPFEHLUNG, aber nicht vergessen das ist Spiel ist was für Erwachsene und wer sogar unter 16 ist der sollte die Finger wirklich ganz von diesem Spiel lassen.
—-
Genug Gesprächsstoff für einen Kommentar? Ich würde mich freuen…..